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Himmel

Aufgrund seiner Lage wird das Reich der Engel allen Orts als Himmel bezeichnet. Tatsächlich befindet sich jener in den Wolken schwebende Kontinentsverschnitt ebenso wie die Hölle in einer Metaebene und teilt sich seinen Tag-/Nachtrhythmus mit dem der Unterwelt.
Dorthin gelangt man über den Fahrstuhl in einem Berg namens Nebelfänger, der mit Runenmagie funktioniert. Einst war er darauf programmiert, teuflisches Blut zu vernichten; inzwischen informiert er nur die Wachen über etwaige Besucher, die ihn dann mit modernster Technik zu steuern vermögen.

Zum Himmel gehört ein Ozean mit teils unerschlossenen oder gar vergessenen Inseln ebenso wie die Goldene Stadt, die ihrem Namen dank einst schier unerschöpflichen Himmelsgoldminen gerecht wird.
Einfluss genommen auf ihre Entwicklung und ihren Aufbau haben die verschiedensten irdischen Kulturen und Jahrhunderte. Allerdings muss gesagt sein, dass die letzten Herrscher die Freiheit in gewaltigem Maße einschränkten. So entwickelte sich in der Königsfamilie die Überzeugung, man könnte nur das Christentum als die Wahrheit anerkennen und müsse alle anderen Religionen verbieten. Im Stadtplan verzeichnet sind Synagogen, Moscheen und Tempel, die seit Jahrzehnten leer stehen. Viele Anhänger jener verunglimpften Religionen haben die Goldene Stadt aus diesem Grund hinter sich gelassen. Aber mit den Reformen wächst auch die Hoffnung, die Himmlische Gesellschaft zu alter Vielfalt zurückzuführen.

Im Laufe der Zeit erfuhr das Volk der Engel wegen ebenjener Herrscher eher Rückschritt, denn Fortschritt und passte sich in seinen Gewohnheiten mehr und mehr der Mittleren Welt an. Oder übertraf sie gar an Unbedachtheit. Fleischkonsum, Waffenindustrie und Sklavenhandel sind nur Beispiele für dieses Versagen.
Nach dem Sturz des Tyrannen Lorenzius Light und der anschließenden Volkswahl, die seine Tochter Lenia auf den Thron erhob, erlebt das Reich erstmals wieder Aufschwung und steuert hoffentlich einer besseren Ära entgegen.

(Auszug aus den Friedenschroniken zur Zeit des Septembervollmonds 1999)

Hölle

Die Hölle entstand erst nach der Teuflischen Rasse und ist ideal an ihre Bedürfnisse angepasst. Kein Tageslicht droht den Unterweltlern, stattdessen brennen Höllenfeuerherde auf den Felsen und Lavaadern durchbrechen den Grund. Mancherorts gibt es gar ganze Seen davon, während man natürliche Wasserläufe vergeblich sucht.

Eine hohe Luftfeuchte findet sich dennoch an bestimmten Lokalisationen. Auf dem Kohra Kesh, dem Nebelkamm, fühlt sich die Wassergattung am wohlsten. Dafür lieben die Feuerteufel die Feuerwüsten im Norden, und die Kriegerteufel errichteten ihre Festung nahe den Akshay-Minen im Westen. Selbst den Todesteufeln ist ein besonderer Ort vergönnt: Bei der Todesgrotte, Mriti Khoh, ist ein Dorf entstanden, um das Fremde lieber einen Bogen schlagen.

So leben die Teufelsgattungen aufgeteilt in kleinen und größeren Gemeinschaften. Zumeist sind sie dabei nach Gattung getrennt und bleiben mit ihren Bedürfnissen und Ritualen für sich. Eine Ausnahme bildet das größte Dorf der Hölle: Chandra Daiya – oder auch Moonriver genannt. Dort ist Niranjana zuhause, die sich für die Zusammenarbeit der Stämme einsetzt. Dank Handelsabkommen und Bündnissen zieht die höllische Gemeinschaft im Kampf gegen harsche Umweltbedingungen und garstige Monster an einem Strang. Überwiegend.

Die Fürsten vom Dunklen Königreich verweigern sich einem Gemeinschaftsgefühl schon seit langem. Vermutlich haben vergangene Bürgerkriege unheilbare Wunden hinterlassen. Abgeschottet von allem – selbst vom Schein des Feuers – darben die Dunkelteufel in ihrer Finsternis. Böse Zungen mögen behaupten, ihre Seelen litten darunter; die Wahrheit kennen wohl nur sie selbst.

(Auszug aus den Friedenschroniken zur Zeit des Septembervollmonds 1999)

Mittlere Welt

Dies ist die Heimat der Menschen, die Du kennst, und der Ursprung zweier Welten, die den anderen Gattungen Zuflucht gewähren. Trotzdem tummeln sich hier nicht wenige Engel und gar einige Teufel. Die Mittlere Welt beherbergt Orte, mit deren Bedeutung selbst Himmel und Hölle nicht mithalten können. Und nur von hier aus kann eine Reise nach oben oder unten gelingen. Die Portale jedoch findet nur, wer zuvor weiß, wo sie sind.

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eileen.stortz@moonriverdreams.de

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